Versteigerungsbedingungen

Grundlage der Versteigerung sind die zum Aushang gebrachten gesetzlichen Bestimmungen. F├╝r jede Versteigerung gelten die nachfolgend aufgef├╝hrten Regelungen:

1. Die Versteigerung erfolgt auf der Grundlage der g├╝ltigen Gesetze und Festlegungen der GewO, des BGB, des HGB, der PfandVO, des UWG, der GVG, des WEG, freiwillig oder im beh├Ârdlichen Auftrag, im fremden Namen und auf Rechnung der Auftraggeber. Die Gegenst├Ąnde stammen aus Nachl├Ąssen , Aufl├Âsungen und Einlieferungen. Sie k├Ânnen in der daf├╝r festgesetzten Zeit besichtigt und gepr├╝ft werden. Die Versteigerung erfolgt nach fortlaufenden Katalognummern. Der Bieter erkl├Ąrt sich damit einverstanden, dass seine Daten zur Erf├╝llung seines Auftrages und zur Absicherung der gesetzlichen Vorschriften f├╝r die Dauer der Bearbeitung des Auftrages gespeichert bleiben. Nach Vollendung des Auftrages wird entsprechend der bestehenden Vorschriften “DSGVO 2018” verfahren.

 2. Katalogbeschreibungen: Die Beschreibung der Gegenst├Ąnde beruht auf subjektiven ├ťberzeugungen der Experten, sie werden mit derzeitigen markt├╝blichen Preisen als Grundlage des Ausrufpreises beurteilt und ermittelt. F├╝r offene und verdeckte M├Ąngel sowie f├╝r Zuschreibungen wird keine Haftung ├╝bernommen. Begr├╝ndete M├Ąngelr├╝gen m├╝ssen innerhalb von 3 Arbeitstagen geltend gemacht werden. Die Gegenst├Ąnde werden ersteigert wie besichtigt. Bei Kunstgegenst├Ąnden, insbesondere bei Bildern und bei antiken Gegenst├Ąnden, werden nur solche Fehler und Besch├Ądigungen angef├╝hrt, die den k├╝nstlerischen Wert wesentlich beeintr├Ąchtigen. Die Funktion von mechanischen, technischen und elektrischen Ger├Ąten wird nicht gepr├╝ft. F├╝r die Funktionst├╝chtigkeit wird weder Garantie noch Haftung ├╝bernommen. Die Auktionsteilnehmer werden gebeten, sich pers├Ânlich vom Zustand der Objekte und Kunstwerke zu ├╝berzeugen, da Katalogbeschreibungen keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne der ┬ž┬ž 459 ff BGB sind. F├╝r Irrt├╝mer durch fehlerhafte ├ťbesetzungen ist jede Haftung ausgeschlossen. F├╝r Unf├Ąlle w├Ąhrend der Besichtigungs- und Versteigerungszeit wird keine Haftung ├╝bernommen.

 3. Milit├Ąrhistorische Objekte WKII (┬ž86a StGB): Auktionsbieter und Einlieferer versichern, dass sie zeitgeschichtliche u. milit├Ąrhistorische Gegenst├Ąnde aus der Zeit 1933-1945 nur zu Zwecken der staatsb├╝rgerlichen Aufkl├Ąrung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen u. kunsthistorischen Forschung oder der milit├Ąrhistorischen und uniformkundlichen Forschung erwerben, bzw ver├Ąu├čern. Das Auktionshaus Bieberle bietet die entsprechenden Gegenst├Ąnde nur unter diesen Voraussetzungen an. Mit der Abgabe von Geboten f├╝r Gegenst├Ąnde, die mit Emblemen des III. Reiches versehen sind, verpflichtet sich der Bieter dazu, diese Dinge nicht propagandistisch zu nutzen.

 4. Artenschutz: Objekte, die aus Materialien bestehen oder Materialien enthalten, die gesch├╝tzten oder gef├Ąhrdeten Arten entstammen, d├╝rfen in einigen L├Ąndern nicht importiert werden. K├Ąufer best├Ątigen mit der Abgabe ihres Gebots, dass sie sich ├╝ber die Gesetzgebung und Zollvorschriften des betreffenden Landes informiert haben.

 5. Der Auktionator beh├Ąlt sich das Recht vor, aus wichtigen Gr├╝nden jedes Objekt von der Versteigerung bis zur Erteilung des Zuschlages zur├╝ckzuziehen oder Beschreibungen und Preise zu ├Ąndern. Der Auktionsleiter ist berechtigt, ausnahmsweise Lose zu trennen, zu vereinigen, in einem zweiaktigen Bietvorgang auszubieten, zur├╝ckzuziehen oder die Versteigerung abweichend von der vorgesehenen Reihenfolge vorzunehmen., Im Fall eines zweiaktigen Bietvorganges werden die betroffenen Objekte ausdr├╝cklich genannt. Die einzelnen ausgeboten H├Âchstgebote, b.z.w. die jeweiligen Meistbieter k├Ânnen zun├Ąchst notiert werden und es erfolgt noch kein Zuschlag. Dann werden sie unter ein Los zusammengezogen und unter Ber├╝cksichtigung der bereits erzielten H├Âchstgebote und Limite von m├Âglicher weise unterbotenen Objekten als Sammlung angeboten. Die Zuschlagserteilung erfolgt dann zu dem f├╝r die Sammlung gebotenen H├Âchstgebot oder zu den Einzelmeistgeboten, je nachdem, wodurch unter Einbeziehung der Limite f├╝r allenfalls untergebotene Objekte ein h├Âherer Preis erzielt wird.

 6. Der Zuschlag wird dem H├Âchstbietenden erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf kein ├ťbergebot abgegeben wird. Gibt es mehrere Bieter f├╝r dasselbe Gebot, entscheidet das Los. Sollte ein rechtzeitig abgegebenes Gebot ├╝bersehen worden sein, kann der Ausruf erneut erfolgen. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Zahlung. Die im Katalog angegebenen Preise verstehen sich als Limitpreise, die in festgelegten Steigerungsstufen gesteigert werden. Untergebote werden nur unter Vorbehalt zugeschlagen. Bis zu einem Limit von 100,- ÔéČ werden Untergebote nicht ber├╝cksichtigt. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr  f├╝r etwaige Verluste, Besch├Ądigungen, Verwechslungen u.a. auf den K├Ąufer ├╝ber, das Eigentum jedoch erst nach vollst├Ąndiger Bezahlung. Schriftliche Gebote werden gleichrangig behandelt. Da ein H├Âchstgebot grunds├Ątzlich nicht als Ausruf gewertet wird, sondern den Steigerungsraten entsprechend mit ausgerufen wird, kann es vorkommen, dass ein schriftliches H├Âchstgebot mit einem Saalgebot gleichlautet. In diesem Fall erh├Ąlt das Saalgebot den Zuschlag.

Steigerungsstufen

bis 100 EURin 5-EUR-Schritten
100 bis 200 EURin 10-EUR-Schritten
200 bis 500 EURin 20-EUR-Schritten
500 bis 1.000 EURin 50-EUR-Schritten
1.000 bis 2.000 EURin 100-EUR-Schritten
2.000 bis 5.000 EURin 200-EUR-Schritten
5.000 bis 10.000 EURin 500-EUR-Schritten

7. Der Zuschlagpreis (Kaufpreis) wird nach erfolgtem Zuschlag f├Ąllig. Bei dem zugeschlagenen Ergebnis handelt es sich um einen Nettopreis. Er versteht sich zuz├╝glich 18% Versteigerungsgeb├╝hr plus 19% Umsatzsteuer auf die Geb├╝hr, insgesamt also 21,42%. Beim pers├Ânlichen Bieten ist die Zahlung des Gesamtbetrages sofort am Versteigerungstag in bar, durch EC-Karte oder durch bankbest├Ątigten Scheck an das Auktionshaus Bieberle zu entrichten; bei schriftlichen Geboten 10 Tage nach der Rechnungslegung. Schecks werden erst nach vorbehaltloser Bankgutschrift als Erf├╝llung anerkannt. Die Gegenst├Ąnde  bleiben bis zur vollst├Ąndigen Bezahlung Eigentum des Einlieferers. Kaufr├╝ckst├Ąnde und dadurch entstandene Nebenkosten kann der Auktionator f├╝r den Auftraggeber einziehen bzw. einklagen. Die Geb├╝hren f├╝r Zuschl├Ąge, die live ├╝ber das Portal ÔÇ×www.lot-tissimo.comÔÇť erteilt wurden (ÔÇ×Live-BietenÔÇť), betragen zus├Ątzlich 3 % plus 19 % Umsatzsteuer. Auch bei Onlinebietern sind das Versteigerungsprotokoll sowie die Versteigerungsbedingungen unseres Hauses ma├čgebend, nicht etwa die Angaben des Online-Dienstleisters.

Der Zuschlagpreis bei einer Betriebsaufl├Âsung wird nach erfolgtem Zuschlag f├Ąllig. Er versteht sich zuz├╝glich 15% Versteigerungsgeb├╝hr plus 19% Umsatzsteuer auf den Zuschlagspreis und der Versteigerungsgeb├╝hr 36,85%. Beim pers├Ânlichen Bieten ist die Zahlung des Gesamtbetrages sofort am Versteigerungstag in bar, durch EC-Karte oder durch bankbest├Ątigten Scheck an das Auktionshaus Bieberle zu entrichten; bei schriftlichen Geboten 10 Tage nach der Rechnungslegung. Schecks werden erst nach vorbehaltloser Bankgutschrift als Erf├╝llung anerkannt. Die Gegenst├Ąnde  bleiben bis zur vollst├Ąndigen Bezahlung Eigentum des Einlieferers. Kaufr├╝ckst├Ąnde und dadurch entstandene Nebenkosten kann der Auktionator f├╝r den Auftraggeber einziehen bzw. einklagen.

8. Zahlung: Wird der Kaufpreis nicht innerhalb der festgesetzten Frist bezahlt, so ist der Auktionator berechtigt, dem K├Ąufer Verzugszinsen vom R├╝ckstand tageweise berechnet, 6 % / 365 pro Tag, ├╝ber den offenen Zeitraum zu verrechnen. Bei Mahnungen verringert sich die Zahlungsfrist auf 7 Tage. Je 2. Mahnung wird eine Bearbeitungsgeb├╝hr von 3,- ÔéČ zus├Ątzlich in Rechnung gestellt.  Der K├Ąufer haftet nach Zuschlagserteilung f├╝r die vollst├Ąndige und rechtzeitige Kaufpreiszahlung auch im Fall der Bekanntgabe nach Zuschlagserteilung, dass er f├╝r eine dritte Person mit geboten hat. Stellt das Auktionshaus auf Wunsch des K├Ąufers eine Rechnung an die namhaft gemachte dritte Person aus, erkl├Ąrt das Auktionshaus damit ausschlie├člich die Akzeptanz einer schlichten (zus├Ątzlichen) Erf├╝llungsverpflichtung durch die namhaft gemachte dritte Person, ohne ihr weitere Rechte wie insbesondere Aufrechnungs- oder Zur├╝ckbehaltungsanspr├╝che, etc. einzur├Ąumen, sowie unter Aufrechterhaltung der vollst├Ąndigen Haftung des K├Ąufers.

9. Die Ausgabe der ersteigerten Gegenst├Ąnde erfolgt nach Barzahlung sofort oder innerhalb von 5 Arbeitstagen. Der K├Ąufer ist verpflichtet, diesen Zeitraum einzuhalten. F├╝r etwaige Besch├Ądigungen oder Verluste ├╝bernimmt das Auktionshaus keine Haftung. Sollte die angegebene Frist ├╝berschritten werden, kann der Gegenstand kostenpflichtig zu Lasten des K├Ąufers eingelagert werden.

10. Schriftliche Gebote werden bis sp├Ątestens einen Tag vor der Auktion angenommen. Sie werden interessewahrend und gewissenhaft ausgef├╝hrt. Verbindlich daf├╝r ist stets die Katalognummer. Der dabei angegebene Preis gilt als H├Âchstgebot, ausschlie├člich Geb├╝hr und Umsatzsteuer. Der Zuschlag kann also auch f├╝r einen niedrigeren Preis erfolgen. Nicht bekannte Bieter werden gebeten, bis zum Beginn der Versteigerung f├╝r ausreichende Sicherheitsleistung zu sorgen, da sonst die Ausf├╝hrung des Gebotes unterbleiben kann; dies trifft auch f├╝r schriftliche Bieter zu. Werden schriftliche Gebote nicht den Steigerungsstufen entsprechend abgegeben, so gilt eine Abrundung als vereinbart.

11. Telefonische Gebote m├╝ssen vor der Versteigerung vom Auftraggeber schriftlich best├Ątigt werden. Der im H├Âchstfall vorgesehene Kaufpreis muss hinterlegt bzw. anderweitig abgesichert sein, z.B. durch einen Scheck. F├╝r das Zustandekommen einer telefonischen Verbindung w├Ąhrend der Versteigerung wird vom Auktionshaus keine Haftung ├╝bernommen. Telefonbieter m├╝ssen ihren Bietwunsch bis sp├Ątestens einen Tag vor der Auktion unter Angabe von Name, Adresse und der Telefonnummer, unter welcher Sie am Auktionstag sicher zu erreichen sind, anzeigen. Telefonische Gebote werden nur bei Sch├Ątzpreisen ├╝ber 150,- EUR angenommen. Eine telefonische Teilnahme an der Auktion bedeutet automatisch das Bieten des Limitpreises des betreffenden Objektes. Dies gilt auch f├╝r den Fall, dass der Bieter w├Ąhrend der Auktion von den Mitarbeitern des Auktionshauses nicht telefonisch erreicht werden kann.

12. Der Nachverkauf findet grunds├Ątzlich unter Auktionsbedingungen statt

13. Der Versand erfolgt bei schriftlichen Geboten auf Wunsch des K├Ąufers, auf seine Kosten und auf seine Gefahr (┬ž447 BGB), wobei das Auktionshaus Bieberle nach eigenem Ermessen Versandart und -mittel bestimmt. Alle Waren werden als DHL-Paket versandt und sind bis zu einem Wert von 500,-ÔéČ versichert. Sollte eine h├Âhere Versicherungssumme gew├╝nscht werden, so bitten wir, dies rechtzeitig mitzuteilen. Die Versandkosten variieren je nach Anzahl, Gr├Â├če und Gewicht der Pakete sowie dem Verpackungsaufwand und sind auf der Rechnung ausgewiesen. Der Versand besonders gro├čer, sperriger (Verpackungsma├če ├╝ber 120*60*60cm und/oder Gesamtgewicht ├╝ber 31kg) oder fragiler Objekte ist durch den K├Ąufer zu organisieren. Ausfuhrlieferungen in Drittl├Ąnder au├čerhalb der EU und an branchengleiche Unternehmen innerhalb der EU, die eine g├╝ltige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nachgewiesen haben, k├Ânnen von der Mehrwertsteuer befreit werden. Das Aufgeld betr├Ągt in diesem Falle 19 %. Die Kosten f├╝r die Erstellung von Ausfuhrpapieren und Transport tr├Ągt der K├Ąufer. K├Ąufer, die die ersteigerte Ware pers├Ânlich in ein Nicht-EU-Land ausf├╝hren, erhalten nach Vorlage der abgestempelten Ausfuhrpapiere die entrichtete Mehrwertsteuer zur├╝ckerstattet.   

Erf├╝llungsort und Gerichtsstand f├╝r beide Teile ist Magdeburg.

Magdeburg, den 21.02.2019

Andreas Bieberle, Auktionator